Reisebericht Schottland – Äußere Hebriden

Im August 2015 haben Mama und ich an einer Wanderstudienreise organisiert von Studiosus teilgenommen. Reiseziel waren die Äußeren Hebriden, jeden Tag standen 1-2 Wanderungen mit ca. 2-3 Stunden Dauer auf dem Programm. Das Besondere an dieser Reise war, dass wir nicht die überlaufenen touristischen Ziele bereist, sondern entlegene unberührte Gegenden erwandert und Sehenswürdigkeiten besichtigt haben, wo auf den Parkplätzen gerade einmal Platz für unseren Reisebus war. Unsere im Folgenden beschriebene Reiseroute könnt ihr auch in der Galerie „Schottland“ nachverfolgen. Weiterlesen

Neue Mitbewohner

In unserem Haus ziehen gerade neue Mitbewohner ein: Ein junges Pärchen, anscheinend mit dem festen Entschluss, hier eine Familie zu gründen. Sie haben sich zwar noch nicht offiziell vorgestellt, wir haben sie aber schon einige Male gesehen.

Er hat eine ganz schön große Klappe, sie dagegen ist etwas schüchterner und leiser. Auf das Paar aufmerksam geworden sind wir durch den Lärm, den sie veranstaltet haben. Das hat uns motiviert, der Sache doch einmal auf den Grund zu gehen. Was mussten wir feststellen: Auch mit unserem Vermieter scheint der Einzug nicht wirklich abgesprochen zu sein. Weiterlesen

Mitte Mai

Der Titel ist als erstaunter Ausruf zu lesen. Aber es ist auch enorm viel passiert, seit ich mich hier kurz nach Ostern zu Wort gemeldet habe. Mitte-Ende April hatten wir tolle Beobachtungen: Im Viehmoor sind gleich drei junge Ringelnattern vor uns ins Wasser geflüchtet, ebenda sowie in der Buchhorst haben Trauerschnäpper Betonnistkästen ausgepolstert, ebenfalls in der Buchhorst kamen mir Buntspecht, Kleiber und Rötelmaus vor die Kamera (allerdings wegen des bedeckten Himmels keine schöne Fotoausbeute). Manchmal kommt ja die Natur auch ins Haus: Dirk konnte tolle Makroaufnahmen von einer Wespe machen, die sich ins Arbeitszimmer verirrt hat. Anfang Mai haben wir Freunde besucht und deren Geburtstage sowie Hauseinweihung gefeiert, dort haben wir endlich unser vor 4 Monaten in Portland geborenes Patenkind kennengelernt und anschließend waren wir eine Woche in St. Peter-Ording urlauben. An der Küste ist die Natur ja immer 1-2 Wochen hinterher, wir konnten also nochmal das Gelb von Raps und Forsythien genießen. Umso krasser war der erste Besuch im Viehmoor vorgestern: Während wir uns im April noch über die Brumseln (= Bienen und Hummeln) in den Kirschblüten und über die ersten Schmetterlinge gefreut hatten, tummeln sich jetzt unzählige unangenehme Insekten in Bäumen und Büschen: Raupen, Schnaken, diverse Käfer und tonnenweise Mücken. Nicht, dass dieses ganze Vogelfutter nicht auch interessant und nützlich wäre, aber irgendwann kribbelt es einem am ganzen Körper… Zur Entschädigung gab es aber auch schon die ersten trägen Libellen. Und die Störche? Noch im April hatten wir gesehen, dass im Storchennest Ilkerbruch West gebrütet wird. Im Ilkerbruch Ost war das Paar mit Nestrenovierung und Paarung beschäftigt. Hier ist mal wieder ein Besuch fällig, vielleicht schaffe ich es kommende Woche in der Mittagspause. In Leiferde waren wir vorgestern: Fridolin hat mit seiner neuen Gefährtin Friederike fünf Storchenküken produziert, wovon aber nur 3-4 überlebt haben. Im Kopfweidennest und auf dem Pfahlnest wird derzeit noch fleissig gebrütet.

Osterküken – Entstehung und Aufzucht

Nach Sturm Niklas in der Karwoche konnten wir Ostern sonniges Frühlingswetter genießen. In Leiferde hat Storch Fridolin mit einer neuen Partnerin auf dem Schornstein zu brüten begonnen. Falls die in diesem Jahr arg verspäteten Ostzieher eintreffen und mit ihnen Frieda, dann könnte das mit blutigem Rührei enden, denn sie wird weder ihren langjährigen Partner noch das perfekte Nest im Artenschutzzentrum kampflos einer anderen überlassen. Die beiden anderen Nester sind jeweils nur mit einem Storch besetzt, mal sehen, was sich dort noch tut. Ein erstaunlich unscheues Rotkehlchen kam uns noch vor die Linse (Galerie: Draußen unterwegs), zwei sich heftig um eine Stockente prügelnde Erpel sorgten für Unruhe und im Viehmoor haben wir erneut den Schwarzspecht gehört und gesehen – außerdem ein Kranichpaar und drei (!) Erstbeobachtungen bzw. sind sie durch die guten Fotos erstmals sicher bestimmbar: Wintergoldhähnchen, Sumpfmeise und Rohrammer. Ostermontag stand im Zeichen des Beitragstitels: In den Rieselfeldern schwamm ein stolzes Grauganspaar und präsentierte die 5 ersten Gössel des Jahres. Und im Stochennest Hülperode wird zwar schon gebrütet, aber den Frühlingsgefühlen wird dennoch freier Lauf gelassen (Fotostory in der Galerie Störche!). Falls es hier Rührei gibt, dann wohl aus Versehen im Eifer des Gefechts. Einen weiteren lautstarken Höhepunkt bot uns ein Schwan, der in Imponierhaltung mit gespreizten Schwingen auf Artgenossen losging. Eigentlich ist in den Rieselfeldern wirklich Platz und Nahrung genug für viele Brutpaare, aber in der Balzzeit sind Gehirne eher hinderlich.

Erstbeobachtungen

Ich freue mich jedes Jahr aufs Neue über die wiederkehrenden Ereignisse in der Natur. Aktuell sind das die Vorbereitungen der Störche auf das Brutgeschäft, die aufbrechenden Knospen von Kastanien, Magnolien und Forsythien und der an Lautstärke jetzt nicht mehr zu steigernde Morgengesang der Singvögel. Als Sahnehäubchen obendrauf kommen die Erstbeobachtungen, wo man einfach Glück hat, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein. Im letzten Jahr waren das eine zwischen Weidenzweigen gut getarnte Ringelnatter und ein Haubentaucherpärchen im Balztanz. Glück muss man als Hobbyfotograph dann auch noch mit seiner Ausrüstung haben: Weiterlesen

Sonnenfinsternis

Das erste Mal habe ich 1994 eine partielle Sonnenfinsternis erlebt. Ich war mit der Marine in der Danziger Bucht. Dort haben wir das Schauspiel mit den fest montierten Schiffs-Fernrohren verfolgt. Diese hatten Filter, die in den Strahlengang gekippt werden konnten. Ich glaube zwar nicht , dass diese Filter explizit für die Sonnenbeobachtung geeignet waren, allerdings habe ich bisher auch noch keine negativen Auswirkungen gespürt. Fotografiert haben wir das ganze auch, damals noch auf Analogfilm: Ich habe die Kamera auf das Fernrohr gehalten und so fotografiert – das Foto ist sogar ganz gut geworden. Weiterlesen

Five Eyes Shut

Knapp zwei Jahre nach Beginn der Snowden-Veröffentlichungen habe ich mich nun entschlossen, unseren Blog-Server zu „vernageln“. Ich habe konsequent überall TLS (=Transport Layer Security) aktiviert und bekannt unsichere Verschlüsselungen deaktiviert. Und damit das ganze auch wirklich benutzt wird, habe ich eine Zwangsumleitung vom unverschlüsselten HTTP auf das verschlüsselte HTTPS eingebaut.

Warum das ganze? Weils geht! 😛 Weiterlesen

Serielle Ärgernisse

Häufig passieren Dinge ja serienmäßig – vor allem die ärgerlichen. Ein ganz klassisches Beispiel sind „defekte Haushaltsgeräte“: Beim Zubereiten der Nudelsoße bricht ein Griff der Knoblauchpresse ab und während wir uns noch fragen, was wohl dem Ruf der Serie nachfolgen wird, stellt die Kaffeemaschine den Betrieb ein. Logischerweise machen zwei noch keine Serie, also beäugen wir in den kommenden Tagen misstrauisch unseren restlichen Hausrat und freuen uns nebenbei über die schnelle Lieferung der bestellten Kaffeemaschine trotz Vorweihnachtszeit und Post-Betriebsversammlung. Die neue Kaffeemaschine zeigt ihre Aktivität mit einer orangen LED an. Diese LED hat nach 3 Wochen keine Lust mehr auf diese öde Aufgabe. Auch klar, dass wir eine Woche zuvor den Karton entsorgt hatten… Vorgestern riss noch der Schlauch vom Staubsauger. Nun reicht es aber auch wieder: 4 sind völlig ausreichend für eine Serie! Weiterlesen

Kollektive Abmachungen

Zitat von Schauspieler Fahri Yardim (Hamburger Tatort): Das Schönste an Weihnachten ist die kollektive Abmachung „Jetzt ist mal Ruhe im Karton.“ Da hat er den Nagel auf den Kopf getroffen, wie ich finde. Bei uns im Sportstudio sieht die kollektive Abmachung am Vormittag des 24.12. so aus, dass wir uns 90 Minuten Body-Pump-Spezial geben, von dem unsere Trainerin seit Wochen verspricht, dass es knallhart und absolut kein Spaß wird. Mein Liebster wärmt sich vorher noch bei einer Stunde Spinning auf. Hinterher trinken wir einen Schluck Sekt mit den Sportkameraden, machen eventuell noch einen Saunagang und dann werden die Füße hochgelegt. Heiligabend gibt es traditionell schlesischen Kartoffelsalat, die dazu passenden feinen Weißwürste, als Kontrastprogramm grobe Bratwurst, dazu Weißwein, danach Geschenke und einen Film. Am 25.12. dann ebenfalls ganz traditionell tagsüber Rumgammeln, gegen Abend Ente mit Kartoffeln, Rotkohl, Rotwein und noch einen Film. Die kollektive Abmachung, Heiligabend und den 1. Weihnachtstag traditionell wie beschrieben zu gestalten, treffen wir jedes Jahr aufs Neue irgendwann in der Adventszeit: Wie immer? Wie immer! Am 26.12. gehe ich ins Fitnessstudio zum kollektiven Schwitzen beim Body Combat. Mal sehen, ob wir abends auf dem Weihnachtsmarkt etwas essen – kollektives Geschiebe – oder ob uns der Sturm in ein Restaurant treibt – kollektives Sichbedienenlassen. Mockingjay Teil 1 haben wir auch noch nicht gesehen – vielleicht entscheiden wir uns auch für kollektives Popkorngeknister.

Schöne Feiertage!