Archiv für den Monat: Juni 2013

Ein perfekter Abend

Bin gerade ausgepowered, glücklich und ausgeglichen vom Sport nach Hause gekommen, Dirk steht am Herd und brutzelt Eierkuchen, Apfelmus und Mamas Erdbeermarmelade stehen bereit und der Blu-Ray Player versucht schonmal, die Scheibe mit unserer derzeitigen Lieblingsserie Game-of-Thrones zu laden (warum sind selbst die qualitativ guten Player so wahnsinnig lahm?). Ein perfekter Abend!

Storchenküken

Letztes Jahr haben wir am 01. Mai vier winzige Storchenküken-Köpfe in einem Storchenhorst am Ilkerbruch entdeckt und waren dann bis Juli etwa alle zwei Wochen dort, um zu beobachten, wie die Kleinen größer und größer und schließlich flügge geworden sind. In diesem Jahr ist die Natur durch die langanhaltende Kälte 2-4 Wochen im Verzug. Als es dann endlich wärmer wurde, haben sich die Störche zwar fleißig gepaart und auch Eier gelegt, aber dann kamen die sintflutartigen Regenfälle im Mai, so dass viele Küken erfroren oder ertrunken sind. Erfroren, weil die Eltern mit ihrem durchweichten Gefieder nicht genug Wärme spenden konnten, wie uns im NABU Artenschutzzentrum in Leiferde berichtet wurde. Ertrunken, weil Störche zum Teil Plastiktüten oder anderen Müll als Nistmaterial in ihre Horste einbauen, wodurch das Regenwasser nicht abfließen kann – letzteres hat ein Storchenexperte in einem Fernsehbeitrag berichtet. Wie traurig! Es gibt in diesem Jahr also weitaus weniger Küken als im letzten Jahr und die meisten sind jetzt Anfang Juni noch winzig. Wir konnten letztes Wochenende welche in Leiferde beobachten, da es dort recht tief liegende und dadurch gut einsehbare Horste gibt.

Im sehr hohen Horst am Ilkerbruch haben wir gestern ein kleines Köpfchen gesichtet. Als wir ankamen, flog gerade Papa Storch mit Nistmaterial im Schnabel an, lud das Zeug im Nest ab, schnäbelte kurz mit seiner Liebsten und begann emsig mit Renovierungsarbeiten, sobald Mama Storch zwecks Futterbeschaffung abgeflogen war. Als dann das Küken mit offenem Schnabel den Kopf hochstreckte, besann er sich auf das Wesentliche, würgte die mitgebrachten Leckereien ins Nest, verschluckte sich dabei anscheinend an einem etwas größeren Brocken, verrenkte ein paarmal mit offenem Schnabel den Hals nach hinten und vorne und würgte nochmals. Dann wurde endlich gefüttert und anschließend weiter renoviert. Gefieder putzen wurde ganz kurz als lästige Pflicht abgehandelt. Den Großteil der Zeit guckte er liebevoll runter auf den Nachwuchs und genoss die Sonne. Als das Lütte plötzlich wieder fordernd den Hals hochreckte, würgte er nochmals Futter hervor und da kam auch schon Mama Storch vom Beutezug wieder. Freudiges Klappern, kurzes Schnäbeln, dann machte er den Abflug. Bei ihr sah die Reihenfolge so aus: erst Würgen, danach ausgiebiges und langanhaltendes Gefieder-Putzen, dann Dekorieren – will sagen, Stöckchen am Horst zurechtzupfen und einiges an überflüssigem Material über Bord werfen. Woran wir unterscheiden, wer das Männchen und wer das Weibchen ist? Am Schnabel natürlich, woran denn sonst?

Nachtrag: The Show goes on…

Silikon – und zwar mal wieder kartuschenweise: So sieht die pragmatische Lösung unseres Vermieters für das undichte Dachfenster aus. Anscheinend hat sich witterungsbedingt die Verschraubung eines Bleches auf dem Fensterrahmen gelöst, wodurch sich das Wasser seinen Weg ins Holz und dann zielstrebig in unser Schlafzimmer hinein sucht. Der Dachdecker wird, sobald die Sonne endlich mal wieder scheint und alles durchgetrocknet ist, dann auch gleich ganz pragmatisch alle Schrauben an allen 8 Dachfenstern mit Silikon behandeln (und nebenbei einen rissigen Dachziegel über unserem Arbeitszimmer ersetzen). Unweigerlich drängt sich angesichts der Verwitterungserscheinungen an dem 8 Jahre alten Velux-Fenster der Gedanke an den großen Tesastreifen über unseren Köpfen auf. Es werden noch Wetten angenommen, wann sich in dem Zimmer unter diesem Flickwerk (die Benamsung dieses Zimmers variiert zwischen „4. Zimmer“, „Nähzimmer“, „Marens Kleiderschrank“ oder sehr eingängig „Schimmelzimmer“) wieder ein Stockfleck zeigt. Ihr findet uns weiterhin bei Regen im Spitzboden, um durch frühzeitige Leckage-Sichtung/-Meldung jegliche Gewinnchancen dieser Wette minimal zu halten.

Abrupter Themenwechsel hin zur Kategorie Filmtipp: Into Darkness ist echt sehenswert, sofern man sich auf die Idee der alternativen Zeitlinie einlassen kann, die mit dem 11. Star Trek Film eingeführt wurde. Wir finden es genial, und zwar alles: Storyline, Effekte, Schauspieler! Es geht allerdings gleich zu Beginn derart rasant los, dass mir kurzzeitig schlecht geworden ist. Also 3D-Brille ab und ein Auge zugehalten. Aber nach etwa 5 min konnte auch ich den Film in 3D genießen.