Lehrter Rocknacht

Beim letzten Völkerball-Konzert in der Meier-Music-Hall haben wir ein paar nette Leute getroffen, die uns darauf hingewiesen haben, dass Völkerball (Rammstein-Coverband) auch auf der Lehrter Rocknacht (22. Juni 2013) spielt. Wir haben uns natürlich sofort Karten organisiert, sowas lässt man sich ja nicht entgehen…

Schließlich war es soweit, wir haben uns mit Ohrenstöpseln ausgerüstet und sind nach Lehrte aufgebrochen. Ausgerichtet wurde die Veranstaltung vom Motorrad-Verein Lehrte, dementsprechend war auch das Publikum: Viele Motorräder, viel Leder-Outfit.

Wir waren pünktlich zum Einlass um 17:00 Uhr da. Es fing auch gleich die erste Band an zu spielen: „Alex im Westerland“, eine „Die Ärzte“ und „Die Toten Hosen“ Coverband. Angesichts der frühen Uhrzeit hatten die vier Jungs es natürlich etwas schwerer, der Platz vor der Bühne füllte sich ja erst allmählich. Egal, zwei Plätze in der ersten Reihe waren unser und wir haben fleißig mitgesungen. Es wurde ein bunter Mix von älteren und neueren Liedern der beiden Bands gespielt, aufgelockert durch den einen oder anderen Spaß. Lustig wurde es gegen Ende des Auftritts: Jemand neben uns (Lederkluft, lange Haare) rief „Westerland“. Ich dachte mir „och nöö, da weiß ich was besseres“ und übertönte ihn mit „Geschwisterliebe“. Ein kurzer Blick zu mir rüber … 21 … 22 … „Stimmt, das ist ja viel geiler! GESCHWISTERLIEBE!!!“ Einige andere ließen sich dann auch noch animieren, sich ebenfalls dieses Lied zu wünschen. Gespielt wurde es leider trotzdem nicht, stattdessen bekamen wir den Hinweis, solche Schweinereien doch besser zu Hause zu machen.

Unser Fazit zu „Alex im Westerland“: Daumen hoch, jederzeit wieder. Kommt doch mal in die Meier-Music-Hall 🙂

Nach der ersten Band haben wir uns an den Ständen mit Getränken und Gegrilltem versorgt. Was soll ich sagen: Alles prima, alles lecker.

Während wir gegessen haben fing „Ohrenfeindt“ an zu spielen. Den Namen hatten wir schon gelegentlich gehört, konnten ihn jedoch bisher mit nichts verbinden. Wir hatten vorher den Namen noch gegoogelt und ge-youtubet, was wir da zu hören bekamen traf jedoch nicht ganz unseren Geschmack. Egal, wir hören es uns unvoreingenommen an. Das mit dem Geschmack hat sich an diesem Abend nicht geändert, der bärtige Sänger hat eine Stimme wie „Fuß auf Katze“ und wir waren froh, unsere Ohrenstöpsel zu haben, Tja, der Name der Band war Programm, zumindest für uns. Fairerweise muss man sagen, dass die Band bei vielen anderen gut angekommen ist. Die Geschmäcker sind halt verschieden.

Noch während „Ohrenfeindt“ gespielt hat, haben wir uns wieder nach vorne Richtung Bühne durchgeschlagen, wir wollten ja für „Völkerball“ eine möglichst gute Sicht haben. Schließlich war es soweit, wir hörten die ersten Klänge von Rammstein und es gab kein Halten mehr. Geile Musik, geile Show mit viel Pyrotechnik. Da muss man einfach vorne stehen und sich die Augenbrauen ansengen lassen. Störend war nur das extreme Geschubse hinter uns, wogegen ich Maren so gut es ging abgeschirmt habe. Leute, muss das denn alles so aggressiv ablaufen? Sonst war es natürlich genial. Die Höhepunkte, meiner Meinung nach: Die Schlauchboot-Tour in der Menge und die Flammenwerfer-Show bei „Mein Teil“. Leider reichte die Zeit (oder die Nerven der Anwohner) nicht für eine Zugabe aber die Rocknacht war insgesamt lange genug. So sind wir dann todmüde aber zufrieden ins Bett gefallen.

BTW: Nächstes Jahr spielt Völkerball wieder in der Meier-Music-Hall 🙂