Archiv für den Monat: November 2013

Trick or Treat

Die heutigen Kids sind auch nicht mehr das, was sie mal waren. Als wir in die Körnerstraße gezogen sind, haben in den ersten Jahren regelmäßig zu Halloween Kiddie-Trupps bei uns geklingelt. Im ersten Jahr waren wir vom Spruch „Süßes, sonst gibt’s Saures…“ noch einigermaßen überrascht und haben dann bei den Süßigkeiten etwas improvisieren müssen.
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Dirks Geburtstagsgeschenk

Ich war heute mit meiner Mama shoppen und wir haben Dirks Geburtstagsgeschenk gekauft. Warum das einen Blog-Eintrag wert ist? Nun, das wird der mittlerweile 17. Geburtstag sein, den wir zusammen feiern, und bereits seit über einem Jahrzehnt erzähle ich jedem, der es wissen will, und mit Sicherheit noch viel mehr Menschen, die es nicht wissen wollen, dass die Geschenkefinderei – noch dazu mit dem Anspruch auf Überraschungseffekt – jedes Jahr schwieriger wird. Ich schenke und überrasche wahnsinnig gern, aber zu 17 Geburtstagen kommen ja noch 17 Heilige Abende und 17 Ostersonntage hinzu. Dieses Jahr zu Ostern haben wir uns einfach ein gemeinsames Geschenk gemacht: Unsere Canon EOS 60D. An unserem Jahrestag schaffen wir es regelmäßig (ca. alle 2-3 Jahre), uns total einfallsreich gegenseitig eine Ferrero-Küsschenpackung zu überreichen, und auch unsere Nikolausstiefel sehen bis auf die Schuhgröße immer ziemlich ähnlich aus. Wir haben halt zu 95% denselben Geschmack. Umso erstaunlicher ist das, was heute passiert ist: Dirk bekommt das ultimative Geschenk, das sowohl für ihn als auch für mich so dermaßen naheliegend ist, dass ich mich frage, warum ich für diese Idee 17 Jahre brauchte und warum ich dieses Geschenk noch nicht selbst von ihm bekommen habe. Ich freu mich wahnsinnig auf den Moment, wenn er es auspackt! Pssst: Und dann war es auch noch im Angebot 🙂

Teamwork noch vor der Arbeit

Anfang der Woche war ich morgens beim Ausparken schon gedanklich auf der Arbeit – leicht gestresst. Da fiel mir eine Krähe auf, die auf dem Bordstein äußerst unzufrieden mit einem runden, walnussgroßen Gebilde kämpfte. Wenn sie mit dem Schnabel draufpickte, kullerte das Ding weg. Wenn sie es mit dem Schnabel packte und seitlich auf den Bordstein klopfte, rutschte es weg. Erinnerte mich daran, wie ich mal hoch motiviert mit einer Kokosnuss zur Edeka-Kasse eilte und das Teil nach dem gedanklichen Durchstöbern unserer Küchenschubladen dann doch im Laden ließ. Als ich mein Auto langsam aus der Parklücke fuhr, guckte mir die Krähe mit schiefgelegtem Kopf zu. Plötzlich wurde sie ganz aufgeregt, nahm das Ding in den Schnabel und starrte mich am Fahrbahnrand hin und her trippelnd an. Ich stoppte sofort den Wagen und starrte zurück. Sie legte den Kopf schief, ich legte den Kopf schief. Dann habe ich ihr aufmunternd zugenickt. Sie zögerte noch kurz, sprang dann todesmutig vor mein Auto und platzierte das Teil vor meinem linken Vorderreifen. Wieder legte sie den Kopf schief, dieses Mal aber nicht der stillen Kommunikation wegen, sondern um nochmal eine Peilung zwischen dem unkaputtbaren Ding und meinem Reifen vorzunehmen. Noch nicht ganz zufrieden schnäbelte sie das Objekt ihrer Begierde etwas weiter zur Fahrbahnmitte, guckte mir nochmal kurz in die Augen und flog zurück auf den Bordstein. Ich könnte mir einbilden, dass nun sie mir aufmunternd zunickte. Vorsichtig gab ich Gas und zerquetschte die Kugel. Vom Bordstein tönte es dankbar „krah“. Bevor ich in die nächste Seitenstraße abbog, sah ich im Rückspiegel, wie sie begeistert auf der Fahrbahn rumpickte. Ich gab Gas und fuhr mit einem äußerst freundlichen Gedanken an meine Kollegen zur Arbeit. Teamwork ist großartig.