Archiv für den Monat: Mai 2014

Reisebericht Nr. 1: Vancouver

Im März war ich zum zweiten Mal dienstlich in Vancouver. Nachdem mir die Langstreckenflüge und der 9-tägige Verzicht auf meine Lympha Press im letzten August recht gut bekommen waren, hatte ich dieses Mal keine Bedenken, für 10 Tage zu fliegen. Mich plagt schon ein wenig das schlechte Gewissen meinen Kollegen gegenüber, die mit zumeist zwei Wochen Reisezeit effizienter unterwegs sind, aber die 10 Tage im März haben mir ganz deutlich meine körperliche Grenze aufgezeigt. Trotz viel Bewegung nach Feierabend und am Wochenende taten meine Beine irgendwann so weh, dass ich nur noch nach Hause wollte und Mühe hatte, nicht vor Kollegen und Projektpartnern verzweifelt loszuheulen, als die Lufthansa plötzlich Streiks ankündigte. Zum Glück kam ich planmäßig zurück. Außer erfolgreicher Arbeit bleiben mir von dieser Reise drei Dinge in Erinnerung: Weiterlesen

Die Mauersegler sind zurück

Seit Tagen warte ich auf sie, suche ständig den Himmel ab und lausche. Ich bin neidisch auf jede der kleckerweise gemeldeten Erst-Sichtungen in den letzten zwei Wochen, die beim NABU bekannt gegeben werden. Besonders schlimm: Sogar im Urlaub in SPO Ende April war ich leicht nervös, dass ich ihre Ankunft bei uns verpassen könnte. Und heute morgen waren sie auf einmal da – aber nicht hell schreiend und in rasanten Flugmanövern zwischen den Häusern vom Himmel stürzend wie ich mir das so schön ausgemalt hatte! Nein – still und leise, weit oben im böigen Wind flatternd – und auch nur zwei. Zu gerne wäre ich zu Hause geblieben, um zu beobachten, was nach dieser zaghaften Vorhut über der östlichen Innenstadt passierte. Nichts da, ich musste zur Arbeit. Nach Feierabend habe ich mit meiner Mutter einen flotten Spaziergang durch Riddagshausen gemacht. Sie erzählte, dass sie die ersten bereits gestern Abend gesichtet hat – ebenfalls stumm und auch nur wenige über dem südöstlichen Rand des östlichen Ringgebietes. Am Schapenbruchteich wurden wir dann von etwa 20 überrascht, die dort im auffrischenden Wind auch eher flatterten als segelten. Immer noch kein Laut zu hören, trotzdem war es ein fantastischer Anblick. Auf dem Rückweg hörten wir ihn dann endlich zum ersten Mal in diesem Jahr: Den Mauerseglerschrei. Über dem Kreuzteich jagten drei übermütig hintereinander her. Und dann kam ich zu Hause an und da waren sie: Viele von ihnen – halsbrecherisch fliegend und gellend schreiend. Seid herzlich willkommen, ich habe euch vermisst!